Opel Event in Nürnberg

Unsere persönliche Weihnachtsgeschichte, wir haben das Christkind getroffen!!! Es war blond und trug ein goldenes Mäntelchen!!!

In der Adventszeit oder auch besinnliche Zeit genannt, geschehen ja noch Wunder und Träume werden wahr. Das mir das auch mal passieren würde, hatte ich nicht erwartet, aber den Beweis erlebten wir gestern…..
Anfang der Woche wurde ich gefragt, ob ich wüßte wo Anastacia in Nürnberg auftreten könnte, da sie am Mittwoch Abend hier sei. Ziemlich überfordert machte ich mich an die Recherche im Internet, wo aber natürlich über ein Privatkonzert nichts zu finden war.
Am Montag Abend traf ich mich dann mit meinen Kolleginnen und wir rätselten gemeinsam. Die Vorschläge gingen von einer eventuellen BMW-Weihnachtsfeier bis zu einer Bankeröffnung. Am Dienstag und Mittwoch ging ich diesen Vermutungen nach, bekam aber nichts heraus und schlief Mittwoch Abend mit der Vorstellung, daß sich vielleicht irgendein reicher Nürnberger gerade ein Privatkonzert anhörte ziemlich deprimiert ein.

Am Donnerstag Morgen war die Welt wieder im Lot und der Alltag holte mich aus meiner Traumwelt zurück. Ich hatte mich damit abgefunden Anastacia nicht zufällig über den Weg zu laufen - so klein ist Nürnberg ja nun auch wieder nicht - und fuhr ganz normal zur Musikspielwiese. Kurz vor neun, ich war gerade angekommen, rief mich Andreas am Handy an - das ich erstaunlicherweise dabei hatte - und sagte, daß sein Kollege ihm gerade beiläufig von der Opel Auftaktfeier 2007 erzählt hatte und daß da heute Abend (also einen Tag später als wir vermuteten) Anastacia auftreten sollte. Schwups war ich wieder aufgeregt und voller Tatendrang und gab das gleich an Sabine, Dagmar und Babs weiter. Die hatten sich auch schon damit abgefunden, daß das Privatkonzert auch privat und versteckt bleiben würde und waren ziemlich baff am Telefon. Kurzerhand wurden alle Pläne des Tages umgeworfen und es begaben sich alle nach der Arbeit - Sabine früher, Dagi und Babs 300 km später, gleichzeitig mit Sandra aus Nürnberg, die sich auch noch zu uns gesellte - zu den Messehallen an der großen Straße.

Da Sabine und ich schon eher da waren, erkundeten wir schon mal das Gelände, fragten (leider ohne Erfolg) ob wir das Konzert in der Halle mit anschauen dürfen und entdeckten schließlich eine Tiefgaragenausfahrt, mit einem netten Pförtner, wir beschlossen, daß Anastacia nach der Show aus dieser Ausfahrt kommen müsse. Diese Vermutung teilten wir den anderen um 21 Uhr, als sie ankamen, mit und da alle einverstanden waren, bezogen wir dort Stellung.
Nach kurzer Zeit konnten wir den Security überreden unsere Geschenke für Anastacia in seine Hütte zu stellen und einem Kollegen mitzugeben, der irgendwann kommen sollte und es ihr oder Wayne überreichen könnte. Und als wir uns gerade total abgelenkt um die Hütte des Pförtners scharrten, schlichen sich 2 Autos an und im Augenwinkel konnten wir gerade noch sehen, daß das jetzt Anastacia mit Team war. Leider hatte sie weder Babs gesehen, die ihr bekannt gewesen wäre, noch uns zuordnen können, da wir uns ja in dem Moment für den Pförtner mehr interessierten als für sie und aufgrund der Witterung natürlich keine ihr Redshirt anhatte. Etwas traurig um die verpasste Chance, aber mit der Hoffnung, daß der Eingang auch der Ausgang sein würde, setzten wir unsere Belagerung fort.

Als das Konzert um ca. 22:10 Uhr begann, gingen wir nochmal vor die Halle, in der Hoffnung wenigstens etwas zu hören. Allerdings stellte sich das als totale Fanquälerei heraus, da immer nur Liedfetzen nach außen drangen und auch nur dann wenn gerade kein Auto oder Zug vorbeifuhr und Anastacia volle Power gab. Als uns das Liedfetzenraten keinen Spaß mehr machte, beschlossen wir der Penigung ein Ende zu bereiten und gingen wieder zur Tiefgaragenausfahrt unserer Hoffnung, um auf das eventuelle Herauskommen zu warten. Da es langsam etwas kühl auf unserem Beobachtungsposten wurde, waren wir sehr dankbar für den Tee, den mein Göttergatte uns in einer Termoskanne mitgegeben hatte. Hände wärmend ernannten wir ihn zum Ehrenmitglied, was er sich ja nach der stundenlangen Warterei in Lissabon eigentlich schon verdient hatte. Während der aktuellen Wartezeit sahen wir mindestens 5 Sternschnuppen und wünschten uns immer das Gleiche (und das war keine warme Badewanne *g*).
Gegen Mitternacht begannen bei mir langsam die Hoffnungen zu schwinden und obwohl das Zusammensein sehr nett war, ist es schon deprimierend, wenn der krönende Abschluß fehlt. Gegen halb Eins wollte auch Sabine gehen, aber ich vertröstete sie noch ein bißchen, weil ich mich einfach nicht losreisen konnte. Also setzte sie sich bibbernd zu Sandra ins Auto, die ab und zu mittels Motorenkraft ein bißchen einheizte. Kurze Zeit später sahen wir mal wieder ein Auto die Ausfahrt hochkommen, der Fahrer blieb stehen, ließ die Scheibe runter und meinte: "Bei den nächsten 3 Autos wird es interessant, das Warten hat sich gelohnt!" Wir winkten schnell die Anderen herbei und fingen hektisch an die Geschenke, Stifte und Autogrammkarten herauszufischen.

Und dann kamen die 3 silbernen Autos die Ausfahrt hoch, der 2. Wagen blieb dann kurz vor uns stehen. Erst stieg Wayne aus, der uns sagte, daß wir uns kurz halten sollten, weil es sehr kalt sei, das hatten wir aber flüchtig auch schon bemerkt. Und dann kam Ana aus dem Auto. Sie kam auf uns zu und umarmte jede mit Küsschen links und rechts *schmelz*. Dann stürmte sie gleich auf das kleine Geschenk zu das wir mit gebracht hatten, "Oh, Cookies!" meinte sie. Babs erklärte ihr dass in dem Umschlag Fotos drin sind, Anastacia freute sich gleich und meinte die wären für sie. Babs hat ihr dann erklärt dass dies Autogramme für die Verlosungen auf der FC-Site werden sollten und so fing Anastacia gleich an sie zu signieren. Dabei plapperte sie ständig und pustete nach jedem Autogramm das Foto trocken! Sie sagte uns wenn sie gewusst hätte dass wir hier sind und in der Kälte warten hätte sie uns reingeholt! Ach du Schande, das wäre ein absoluter Höhepunkt gewesen. Aber wir sind mit dem was wir hier bekommen haben auch absolut zufrieden.
Ich glaub sie hat sich riesig gefreut uns zu sehen. Anschließend konnte jede noch ein Foto mit ihr machen, bei dem sie uns herzlich an sich drückte und nach ca. 10 Minuten (hab total mein Zeitgefühl verloren) verabschiedete sie sich leider schon wieder. Ich fand das Treffen war eher vergleichbar mit dem einer guten Bekannten, die wenig Zeit hat, als mit einem Weltstar.
Danach waren wir natürlich total aus dem Häuschen, verabschiedeten uns aber trotzdem zügig, da es schon sehr spät war und unsere "Ösis" ja auch wieder heim fahren mußten. Und so fuhren wir glücklich mit unseren Autogramm- und Fotoschätzen nach Hause.

by Andrea, 14. Dezember 2006