Urlaub in Albufeira/Portugal
Da das Konzert in Albufeira direkt in unsere Urlaubszeit fiel dachten wir uns, dass es doch nett mit einem Urlaub zu verbinden wäre. Also nichts wie rein in unser Reisebüro aber so einfach war das Ganze dann doch nicht. Wir brauchten ziemlich lange und unsere Nerven wurden ganz schön strapaziert denn die sogenannten "Last Minute-Angebote" wurden statt billiger immer teurer. Aber schlussendlich haben wir dann doch übers Internet gebucht.
Am Samstag den 14.08 ging es früh morgens mit dem Auto Richtung Flughafen München los. Wir freuten uns schon riesig auf den Flug und als wir in Lissabon zwischengelandet sind stieg unsere Urlaublaune noch mehr. Es war schön warm und die Sonne schien am blauen Himmel – Urlaubsfeeling pur!
In Faro angekommen mussten wir leider feststellen, dass unsere Koffer wohl keinen Urlaub machen wollten, die waren nicht angekommen. Nach den ganzen Formalitäten ging es ohne Koffer Richtung Hotel. Wir waren also nun in unserem Apartment und hatten NICHTS als das was wir an hatten. Die TAP (portugiesische Fluglinie) meinte, dass unser Gepäck am Sonntag mit der ersten Maschine kommt und dann so gegen 16:00 Uhr bei uns sein würde. Ok, dachten wir uns und verbrachten den ersten Abend damit die notwendigsten Sachen zu besorgen. Zahnbürsten, Duschgel und neue Flip-Flops hatten wir ja relativ schnell aber mit frischen T-Shirts und Unterwäsche schaute es schlecht aus.
Wir mussten nach dem Abendessen noch mit dem Taxi ins Zentrum fahren und dort hatten natürlich nur noch die Souvenirläden offen. Wir fanden gerade mal kurze Hosen aber von netten Shirts weit und breit nichts. Da ja auch die Handyladegeräte in den Koffern waren mussten wir auch noch solche besorgen, denn die Akkus wurden knapp und wir mussten ja für die Fluglinie weger der Koffer erreichbar bleiben. Nach langem Suchen haben wir Gott sei Dank in einem chinesischen Laden wenigsten für mich ein Nokia-Ladegerät gefunden aber für Babs iPhone - keine Chance.
Gut, wieder ein Punkt weniger auf der Liste aber von Shirts noch immer keine Spur. Endlich haben wir dann einen Shop gefunden bei dem man sich Shirts bedrucken lassen konnte. Nichts wie rein und heraus kamen wir dann mir Shirts mit dem Aufdruck "TAP lost my luggage... have a nice holiday"! Und weil das so schön ging ließen wir gleich auch eines für Anastacia machen. Das hatte den Aufdruck "Cougar" und den original Puma seitlich darüber. Sah wirklich gut aus das Teil!!!
Natürlich kam unser Gepäck auch am Sonntag nicht an und langsam wurden wir ärgerlich denn für Montag hatten wir schon einen Termin mit den Delfinen im Zoomarine. Schwimmen mit den Delfinen ohne Bikinis, ohne Kontaktlinsen, ohne irgendwas ging nun gar nicht. Also verbrachten wir den zweiten Abend damit in einem Shopping-Center Schwimmsachen und die restlichen Dinge zu besorgen. Mit Müh und Not fanden wir ein paar Sachen und somit war der Delfintag gerettet.
Andrea und Rita trafen auch am Sonntag ein und wir verabredeten uns noch mit ihnen im Strandrestaurant. Wir verbrachten noch einen wunderschönen Abend mit den beiden in der Strandbar. Die zwei Mädels waren so nett und besorgten uns am Flughafen noch ein Ladegerät für Babs' iPhone und Kopfschmerztabletten. Yipieee, wir waren wieder für jeden erreichbar – nur die TAP ließ nichts von sich hören.
Montag verbrachten wir einen traumhaften Tag im Zoomarine und das Schwimmen mit den Delfinen war einfach wunderbar und unbeschreiblich. Hey und unsere Koffer sind auch angekommen. Hurra!!! Endlich frische und vor allem eigene Sachen!!! Dachte nie, dass man sich darüber so freuen kann. Ist aber definitiv so!!! Müde und in Vorfreude auf das Konzert am nächsten Tag gingen wir schlafen.
Am Dienstag nach dem Frühstück fuhren wir gemeinsam mit Andrea und Rita in ihrem Mietauto zum Konzertgelände. Dort trafen wir uns mit Andrea und Andreas (auch Rummelchens genannt). Sie kamen am Montag an und brachen nach dem Konzert schon wieder Richtung Heimat auf. Es waren auch schon einige Portugiesen da. Ein paar schliefen sogar die Nacht über vor dem Konzertgelände da sie kein Hotel hatten.
Ein bunter Haufen und absolut nette Leute. Das Warten war eigentlich sehr angenehm und entspannt. Um 18:00 Uhr stand auf einmal Anastacia für den Soundcheck auf der Bühne. Sie hat nicht damit gerechnet, dass wir sie sehen konnten und sie meinte, dass sie nur eine Fatamorgana sei und sie ja eigentlich eine Überraschung für uns hat die sie nun nicht proben kann. Bei "Sick And Tired" ließ sie uns den Refrain singen und meinte "very good".
So gegen 20:00 Uhr wurde es dann ernst und wir standen vor den Schleusen. Diesmal hieß es wieder laufen was das Zeug hält denn wir wollten ja schließlich in die erste Reihe. Und los ging es über den buckligen Golfplatz. Keuchend aber froh die Absperrung direkt vor mir zu haben nahm ich auch gleich Babs, Rita und Andrea in Empfang. Herr Rummel war noch vor mir da und besetzte den Platz für Frau Rummel. Wir setzten uns zufrieden wieder hin da der Konzertbeginn für 22:00 Uhr angesetzt war. Leider war das Warten bis zum Konzertbeginn nicht wirklich gemütlich, ein paar Leute schoben von rechts und klemmten uns richtig ein. Es ist nach wie vor unverständlich dass es so abgehen muss, es könnte eigentlich auch fair ablaufen, wie wir es schon oft gesehen haben. Wenn man erst um 19 Uhr zu einem Konzert kommt muss man eben damit rechnen dass man nicht mehr in der ersten Reihe steht, sondern mal in der 2.
Um 23:00 Uhr ging dann endlich das Konzert los und Anastacia sah in ihrem grün–schwarz-geblümten Kleid umwerfend aus. Am Anfang hatte sie noch ein schwarzes Jäckchen an von dem sie sich vor "You’ll Never Be Alone" befreite. Ihre Haare hatte sie ähnlich wie im Video zu "Welcome To My Truth". Zu den Schuhen brauch ich nicht viel zu sagen… hoch, höher, Anastacia.
Sie machte zwischen den einzelnen Songs wieder ihre Scherze und als sie sich bei "You’ll Never Be Alone" auf den Hocker setzen wollte merkte sie, dass dieser viel zu hoch war. Sie hüpfte wieder herunter und legte sich mit dem ganzen Oberkörper auf den Stuhl und drückte ihn nach unten. Sie meinte, dass sie "normal" sei und die Füße am Boden hat. Die Spannung stieg als sie ankündigte dass sie nun einen Song performen wird den sie noch nie live gesungen hat und dass dieses Lied nun die Überraschung sei von der sie die ganze Zeit auch online schon gesprochen hätte, "Underground Army" - Gänsehaut pur!!!
Ein wunderbares Konzert und ich musste wieder einmal feststellen, dass Ana für mich die beste Live-Sängerin der Welt ist und sie für die Bühne geboren ist. Sie reißt das Publikum immer wieder mit und bringt es dazu mit ihr mitzumachen. Sie geht auf das Publikum ein wie keine andere und das mit Witz, Power und einer Menge an Gefühl wie sonst keiner! Das was sie rüber bringt ist einzigartig und sie registriert so ziemlich alles was da unten im Publikum abgeht.
Als Zugabe gab es noch "Heavy Rotation" und "Left Outside Alone" und danach gingen die Lichter für dieses Mal wieder aus.
Nach dem Konzert hatten wir das Glück und durften Ana im Golfclub treffen. Sie begrüßte uns herzlich mit Küsschen und Umarmungen und dann quatschten wir einfach nur ein bisschen über Gott und die Welt und über Delfine, denn sie meint sie war in ihrem früheren Leben ein Delfin, sie liebt Delfine!
Es war schon ziemlich spät, besser gesagt früh, aber sie wollte noch kurz ihre Grüße an die Fan-Welt richten. Keine Ahnung was in der Fanta-Zero-Dose war, vielleicht wollte sie auch die Delfine grüßen, aber wir lachten uns krumm. Seht euch am besten die "After show greetings" bei uns auf YouTube an. Gemeinsam verließen wir dann ihre Garderobe, die im Spabereich des Golfclubs war. Anastacia sah noch überall nach ob nicht jemand was vergessen hat und meinte das sei immer ihr Job, sie checkt immer ob nicht was liegen geblieben ist. Beim Verabschieden drückte und knutschte sie uns wieder und meinte "I love you"!
Ziemlich selig spazierten wir dann Richtung Auto und mussten uns dort von den Rummelchens wieder verabschieden. Sie machten sich Richtung Flughafen auf und wir fuhren mit Andrea und Rita wieder zurück zum Hotel.
Nach weiteren drei schönen Urlaubstagen flogen wir wieder in die Heimat und der Alltag hatte uns wieder.
|