Heavy Rotation Tour 2009 - Hamburg, Deutschland
Das große Abenteuer begann für mich zunächst ganz unspektakulär mit einer Mitfahrgelegenheit nach Chemnitz um 7:30 Uhr. Angekommen, mussten Betty und ich gar nicht so lang warten bis 9:30 Uhr unsere Mitfahrgelegenheit nach Hamburg abfuhr. Durch Baustellen kamen wir mit etwas Verspätung ca. 14:30 Uhr an. Bereits seit 20 Minuten hatte sich mein Puls bestimmt verdoppelt, weil wir dem Ziel langsam immer näher kamen. Ein letztes Stück S-Bahnfahrt lag noch vor uns, bevor wir die anderen vorm Haupteingang begrüßen konnten. Schon auf dem Weg von der S-Bahnstation bis zu den Einlasstoren der Stadtparkbühne konnten wir Instrumente hören, die verdächtig nach Soundcheck klangen. Wie sich herausstellte, war hier wohl vorerst nur die Vorband am proben. Nach einem kleinen Fußmarsch schlossen wir dann endlich altbekannte Gesichter in die Arme. Der AFC war bereits gut vertreten. Nachdem die Sachen im Auto verfrachtet waren, konnte nun der Countdown bis zum Meet&Greet beginnen. Erwähnte ich, dass wir durch diese Autopackerei verpasst haben wie Ana das "building entered"?!
Ca. 16:30 Uhr machten wir Gewinner uns inkl. Babs und Dagi auf zum "Backstage-Eingang". Nach weiteren 20 Minuten Wartezeit holte uns Shawn dann in den Backstagebereich. Wir durften uns gemütlich auf ein paar Bänke mit Tisch platzieren und hätte man nicht andere Dinge im Kopf gehabt, wäre das einem gemütlichen Beisammensein im Garten ziemlich nah gekommen. Schräg hinter uns dann die schönste Versuchung seit es Ana gibt – der Dressing Room. Aber brav wie wir sind, blieben wir ruhig und wurden schließlich von den Backgroundsängerinnen und dem Rest der Band sowie den Tänzern überrascht. Höflich fragten wir mal nach, ob wir denn ein Gruppenfoto mit den Sängerinnen machen dürften. Ganz selbstverständlich erklärten sich Elizabeth, Mariah, Keyboarderin Hannah, und später auch Keyboarder Marcus, dazu bereit. Nach gefühlten Stunden hörten wir dann, wie Ana gerade ihren Soundcheck auf der Bühne absolvierte. Alle schon mehr oder minder fertig mit den Nerven, durften wir noch bis ca. 17:35 Uhr warten bis wir Ana beim Reinhuschen in den Dressing Room sahen. Eine Minute später kam sie mit Shawn direkt zu uns.
Nach einem freundlichem "Hi" und einem Blick in die Runde, erfreute sie sich zunächst an meinem Spongebob T-Shirt – was ja mal so gar nicht AFC-like ist *schäm*. Nun konnte das Meet&Greet für jeden Einzelnen losgehen. Den Anfang machte Natalie, die ihr eine schöne selbstgemachte Collage in Buchform schenkte, die sich Ana auch ganz genau ansah. Danach war Andrea an der Reihe und ließ sich ihr Tourbag signieren, gefolgt von Yanna die sich eine schöne Widmung auf das Gruppenfoto von Antwerpen schreiben ließ. Steffi beehrte Ana mit Hamburg Shirts und bei Meike konnte sie eine ihrer versteigerten Lederjacken auf einem Foto wieder entdecken. Nach kurzem Austausch wie man das Jäckchen nun am besten schließen kann, sollte ich an der Reihe sein. Mit einer "Jetzt oder Nie"-Einstellung schwang ich mich zu Ana rüber, die aber schon drauf und dran war für das Gruppenfoto auf einen Stuhl zu steigen. Nach einem verwirrten "Was machst du da?" meinerseits, zeigte auch Shawn auf mich und meinte das ich ja noch Geschenke für sie hätte. Per Händchenhalten half ich ihr also wieder vom Stuhl runter. Geschenke bekommen, Autogramm und Fotos gegeben, stieg sie nun wieder auf den Stuhl und wir versammelten uns um sie. Und Dagi und Babs, die die ganze Zeit schon fleißig filmten und Fotos knipsten wie die Verrückten, drückten ab. Kurz informierte sie uns noch darüber, dass sie sich an Sick&Tired heute mal mit "krank und mude" probieren wollte. Nach einer kurzen Anweisung an den Bodyguard, uns in der ersten Reihe zu platzieren, waren wir auch schon auf dem Weg zu eben dieser. Aber zuvor gewährte Ana noch "tiefe Einblicke" als sie sich für einen kleinen Hund begeisterte!
Kurz nach uns kam dann auch der Rest reingestürmt. Nachdem alles erzählt und Freudentränen geflossen sind, dauerte es nicht mehr lang, bis uns Sven Schuhmacher als Vorband für eine halbe Stunde bis 19:30 Uhr unterhielt. Fast Punkt 20 Uhr folgte das Intro und Ana erschien mit hellblauer Jeans und lila Lederjacke auf der Bühne. Ohne einen schiefen Ton schmetterte sie eine Wahnsinnsversion von "One Day In Your Life". Nach "I Can Feel You" betonte sie vor dem Anfang von "Wishing Well", wie gut sie gelaunt sei und was das doch für eine wunderbare Welt ist! Bei "You Never Be Alone" flossen zumindest bei mir die ersten Tränen. Den Kracher "Defeated" performte Stacey dann auch größtenteils auf dem Steg der ca. 2,5 m in die Fanmasse reinführte. Als für Cowboys & Kisses die Badewanne hochfuhr, flog schließlich mein kleiner pinkfarbener Wäschetuff auf die Bühne. Zunächst mit einem Lachen abgetan, gab sie nach dem Song zur Kenntnis dass sie durchaus wusste was das ist. Schließlich kickte sie es in Richtung Badewanne mit der Aufforderung, ihr Tänzer könnte den ja mal benutzen. Danach kündigte sie an, dass Tänzer Tom sie angelogen habe – aber halt. Auf einmal wandert ihre Hand zu ihrem Hinterteil. "Hab ich etwa grad … habt ihr was gehört?". Damit hatte sie die Brüller auf ihrer Seite.
Nach ein bisschen Geplänkel über ihr "gas"’, rockte sie inkl. dem Rest der Truppe schließlich zu Why'd You Lie To Me" die Bühne. Kurz bevor sie "In Your Eyes" auf dem Steg performte, bekam sie von Melanie eine Ankh-Kette geschenkt. Nachdem sich Ana auf den Boden gelegt hatte, durfte Melli ihr das Schmuckstück auch gleich umlegen. Zusätzlich bekam sie auch noch ein paar Briefe von anderen Fans gereicht. Mit der zugleich folgenden Ballade "You’ll be fine" hatte sie mir dann wieder Pippi in die Augen getrieben. Planmäßig rockte sie die Setlist ab und fragte dann auf einmal ob wir "krank und mude of Anastacia" seien. WIR? Niemals und so performte sie "Sick And Tired" dann doch auf Englisch weil ihr die deutschen Worte wieder entfallen waren. "I Belong To You" im Duett mit Mariah war ein Traum, bei ihr hört man das italienische Blut in der Stimme. Wie geplant zog sie durch bis "Heavy Rotation", was von einer geilen Tanzeinlage ihrerseits und Massenspringen unsererseits begleitet wurde. Diesmal in schwarz-weiß gestreifter Satinhose. Soweit man von der ersten Reihe aus beurteilen konnte, gingen alle Besucher eigentlich recht gut mit. Auch ein paar Mädels weiter hinten dankte Ana für’s mitrocken. Nach dem "Left Outside Alone"-Remix war das ganze Vergnügen nach bombastischen 2 Stunden und gefühlten 30 Minuten Show leider schon wieder vorbei. Einige Fans deckten sich am Merchandise-Stand mit Shirts, Hoodies, Tassen und sonstigem Zubehör ein. Schließlich sollte vor dem Eingang noch ein Gruppenfoto des AFC gemacht werden was dann zeitweilig von einem etwas aufdringlichen Radioreporter gestört wurde. Es machte denn Anschein als wollte er alle seine Fragen beim AFC loswerden. Nach 15 Minuten kam er wieder und wollte noch fix "Left Outside Alone" angestimmt und den Namen "Anastacia" geschrieen haben – da simmer dabei! Nach einer Weile standen dann auch Gitarrist Dave und Tänzer Tom draußen bei den Fans und stellten sich für Fotos zur Verfügung. Um ca. 22:45 Uhr ließen die AFC Mitglieder und Freunde den Abend bei einem Alster im Café "Sommerterrassen" Revue passieren.